Passt schon irgendwie zusammen
22. März 2011
Letzte Woche habe ich es endlich geschafft – ich habe das Marta besucht.
Zu sehen gab es die Ausstellung “Things are queer” mit Werken aus der Sammlung UniCredit. Eine Ausstellung mit vielen Arbeiten ganz unterschiedlicher Art, mit berühmten neben weniger bekannten Künstlern.
Die fünf Räume sind Themen zugeordnet: Es geht los mit den DINGEN AN SICH über die BANALITÄT DER DINGE und KONSTRUKTION UND BEFREMDEN zu MERKWÜRDIGEN GEWÄCHSEN bis schließlich der KAMPF MIT DEN DINGEN die Ausstellung schließt. Man liest die Einleitungstexte, schlendert entlang der Wände, bleibt vor den Kunstwerken stehen. Manchmal amüsiert, selten staunend.
Irgendwie sind sie alle dabei, Andy Warhol, Yves Klein, Martin Kippenberger, Andreas Gursky, Gilbert & George, Bernd & Hilla Becher, Hans Op de Beek, Sigmar Plke, Neo Ruach, Man Ray, Gerhard Richter, Kurt Schwitters, Thomas Struth.
Irgendwie scheint alles ziemlich belanglos. Und es beschleicht einem das Gefühl, unter dem Titel “Die Dinge sind seltsam” hätte genauso gut ein Stuhl stehen können, neben einem Tisch auf dem ein Glas Wasser steht.
Da kann der Katalogtext noch so viele Gemeinsamkeiten und Seltsamkeiten aufdecken, was am Ende der Ausstellung bleibt ist ein Einblick in die Seltsamkeit des Kunstbetriebs. Ein Geldgeber sammelt Werke, bei weitem nicht die bedeutendsten bedeutender Künstler, will sie der Öffentlichkeit zugänglich machen und damit sein Image aufpolieren. Und irgendein Kurator sucht nach einer Überschrift, entwirft eine konstruierte Fragestellung um die eigentlich lose Sammlung dem Publikum als zusammenhängendes Werk zu präsentieren.
Irgendwie passt das schon.